Offner Brief an den Wahlstedter Klimaschutzmanger

Sehr geehrter Herr Klimaschutzmanager,

sind Sie angesichts der Bilder dieser Woche immer noch der Ansicht, dass kein Gesprächs- bzw. Handlungsbedarf in Bezug auf das Asphaltmischwerk besteht?

Man kann es nicht oft genug zeigen…gruselig! Dienstag, den 23.11.20

Wieviele Leuchtmittel müsste Wahlstedt auf LED umstellen, um diese Luftverschmutzung auszugleichen, damit am Ende eine positive CO-Bilanz aufzeigt werden kann?

Wie energieeffizient müssten das Rathaus und Co. saniert werden, um diese unglaubliche Luftverschmutzung + Braunkohle-Staub als Heizmittel + tägliche Dieselabgase der LKW auszugleichen, damit Wahlstedt sich als klimafreundliche Stadt einen Namen machen kann?

Ihre Berechnung diesbezüglich würde sicherlich alle betroffenen Bürger interessieren!

Wir sind auf Ihre Antwort gespannt!

Bis dahin sehen wir uns die Klimaschutzseite der Stadt Wahlstedt an:

Auszug aus der Website: Was ist Klimaschutz?

Alle diese Bilder haben mit dem Klimawandel, der Aufheizung der Atmosphäre durch menschliche Aktivitäten zu tun.

Es ist unser eigenes Verhalten, das diese Phänomene verursacht. Wir verbrennen fossile Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas, die nicht in den normalen Gas-Kreislauf zurückgeführt oder von Pflanzen aufgenommen werden können.

Wir verbrennen Erdöl und Erdgas im Heizwerk oder in unseren Heizungen. Wir verbrennen Erdöl in Form von Benzin und Diesel in den Verbrennungsmotoren unserer Autos.

Mögliche Ergänzung:

Das Asphaltmischwerk wird mit Braunkohlestaub beheizt, Recyclingmaterial von Straßensanierungen wird verarbeitet und schwarzer Qualm mit Schadstoffen wird über die gesamte Stadt emittiert. (Dieser Eintrag würde gut dazu passen!)

Bleiben Sie gesund!

Ihre Corda Jacobsen

P.S.: An Tagen wie Dienstag, den 23.11.20 können Sie sich die Fahrt zum Asphaltmischwerk sogar sparen!

Da reicht schon ein Schritt vor die Rathaustür um den bestialischen Gestank bis hin zum Marktplatz deutlich wahrzunehmen.

Auch eine gute Gelegenheit für Asphaltparfümliebhaber mal eine Gratisprobe zu schnuppern!

Traut sich (k)einer?

Entdecke die Möglichkeiten!!!

Zitat aus dem BImsch-Gesetz:

„Wird nach Erteilung der Genehmigung sowie nach einer nach § 15 Abs.1 BImSchG angezeigten Änderung festgestellt, dass die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft nicht ausreichend vor schädlichen Umwelteinwirkungen oder sonstigen Gefahren erheblichen Nachteilen oder erheblichen Belästigungen geschützt ist, so kann die zuständige Behörde nach § 17 Abs. 1 Satz 2 BImSchG nachträgliche Anordnungen treffen.“

Wieder einmal: Dicke Luft in Wahlstedt

aufgenommen um 8:40 Uhr 6 Grad Celsius

aufgenommen um 16:00 Uhr

aufgenommen um 16:45 Uhr

Da gibt es Klärungsbedarf!

Was kommt aus dem Schornstein, den ganzen Tag über? Was ist das für ein schwarzer stinkender Qualm? Wieso wird bei diesen Temperaturen überhaupt produziert?

Da helfen weder Schutzmasken noch Sicherheitsabstand und Lüften kann man schon gar nicht! Diese schwarzen Wolken ziehen auch Ende November noch über und durch die Stadt. Von wegen Winterpause! Es wurde uns gesagt, dass unter 10 Grad Celsius keine Asphaltproduktion möglich ist.

Da guckt man und staunt und sorgt sich wieder einmal um seine Gesundheit!

30 000 Euro

Eine schwarze stinkende Wolke kommt aus dem Schornstein des AMW

Von 2015 bis 2017 gab es in Lilienfeldt/Türnitz in Österreich massive Beschwerden gegen Gerüche aus einer Asphaltanlage. Die durchgeführte Geruchsemissionsmessung ergab eine mehrfache Überschreitung der Grenzwerte.

Der Betreiber hat reagiert und eine vollständige Bitumendampfabsaugung neu installiert, die die stinkenden Bitumendämpfe dem Verbrennungsprozess der Trockentrommel zuführt. In der Trockentrommel werden bei über 1.000 Grad die leicht flüchtigen Geruchsemissionen verbrannt.

Dies hat den Betreiber 30.000 Euro gekostet!

Ist die Gesundheit der Wahlstedter keine 30.000 Euro wert?

Quelle: https://www.noen.at/lilienfeld/lilienfeld-tuernitz-anrainerbeschwerden-ueber-gestank-firma-hat-reagiert-geruchsbelaestigung-asphaltmischwerk-schrambach-freiland-48152437#

Gratis! Live!

  • Einzigartiges Baggerkonzert mit Rassel, Hupe und Paukenschlag!
  • JETZT: Dr. Hermann-Lindrath-Straße am Asphaltmischwerk (seit 8.10 Uhr fortlaufend)
  • Zeitiges Erscheinen sichert die besten Plätze und in Corona-Zeiten muss man an Open-Air-Veranstaltungen mitnehmen, was man bekommen kann!

  • Übrigens: Es wäre ein guter Tag gewesen, um Lärmimmissionsmessungen unter realen Bedingungen bezüglich des Waggon-Entladebetriebs zu machen!

Mögliche Geruchsquellen einer Asphaltmischanlage

Mit freundlicher Genehmigung von Finn Pirrung

Wir könnten wirklich jede der hier dargestellten Qualm-Austrittsstelle (rote Kreise) am Beispiel des Asphaltmischwerkes Wegener mit Fotos und Videos belegen!

ABER: Wir müssen zugeben….denn wir können so etwas…..dass diese ,,Lecks“ momentan der Vergangenheit angehören. Der Betreiber des hiesigen Asphaltmischwerkes hat es geschafft, fast alle ,,Lecks“ zu beseitigen! Das sind gute Nachrichten! Vielleicht auch dank des LLUR?

ALLERDINGS: Wäre da nicht der Schornstein, aus dem weiterhin schwarzer, stinkender Qualm kommt und der ekligen Gestank über ganz Wahlstedt verteilt, könnte man glatt eine Kampagne starten, um junge Familien mit Kindern einen Zuzug in unsere Stadt im Grünen schmackhaft zu machen.

WAS WÄRE ZU TUN? Man könnte ein besseres Filtersystem in den Schornstein einbauen, dass alle Schadstoffe herausfiltert! Noch besser wäre ein Katalysator! Er wird bereits in die Schornsteine von Kreuzfahrtschiffen eingebaut und wäre eine Möglichkeit, PAK und üblen Gestank zu stoppen. Bei den PKW/LKW klappt es ja schließlich auch.

Info:https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/schiffbau/katalysator-fuers-kreuzfahrtschiff/

ABER: Wo es nur um Profit geht, interessiert die Gesundheit der Bewohner augenscheinlich nicht!? Und Überwachungsbehörden haben, so scheint es, Verständnis dafür, dass man in eine der ältesten deutschen Asphaltmischanlagen nicht so viel investieren kann.

DER ARME? BETREIBER! Diese Anlage hier in Wahlstedt ist schließlich nicht die einzige, die er betreibt.

Info: https://www.hermann-wegener.de/produkte-standorte

Die A 20 soll weiter gebaut werden. Profit ohne Ende ist in Sicht, von den Sanierungen der Landes- und Kreisstraßen einmal abgesehen, die hier im echten Norden betrieben werden sollen.

ES NÜTZT AUCH NICHTS, wenn der sog. Klimaschutzmanager der Stadt immer dann am AMW vorbeifährt, (er wurde schon öko-bewusst per Fahrrad oder mit geöffneter Fensterscheibe per Auto gesichtet) wenn gerade kein Qualm aus dem Schornstein kommt. Tja Pech, zur falschen Zeit am richtigen Ort.

Fazit: Alles Hysterie der Anwohner.

Da benötigt man eben mehr Engagement!

UND WO sind die Politiker der Stadt? Sind die Bewohner der Stadt Wahlstedt es nicht wert, in einer sauberen, nicht eklig stinkenden Stadt zu leben? Warum unterstützt nicht eine Partei die Einwohner?

….Huch, ich vergaß….ich kann ja gar nicht wissen, was von Politikseite alles unternommen wird. Hier wird ja vieles heimlich, still und leise, hinter verschlossenen Türen gemacht…… Wie wäre es mal mit mehr Öffentlichkeit? Die nächste Wahl kommt bestimmt! Pluspunkte kann man immer gebrauchen!

Liebe Bewohner Wahlstedts.…wie immer am Schluss unser Appell: 

Sollte es Ihnen mal wieder mega stinken: Beschwerden immer gerne ans LLUR: Luebeck.Poststelle@llur.landsh.de

und unbedingt Lärm, Staub und Gestank dem Immissionskataster der Initiative Wahlstedt melden! https://www.initiative-wahlstedt.de/immissionskataster-wahlstedt/.

Ich wünsche Ihnen eine gute, hoffentlich geruchsfreie Woche…die Chancen dafür sind gut, denn momentan produziert das Asphaltmischwerk nicht. Die Hoffnung wäre, dass jetzt die sog. Winterpause begonnen hat, in der der Betreiber Zeit hätte, etwas für die Verbesserung der Situation zu tun! Schöner Traum!

Versuche Sie gesund zu bleiben, soweit es in Ihrer Macht liegt!

Ihre Christa Grütt

Hätten Sie es gewußt?

PAK-Nachweisverfahren

Bekannten PAK-Schnellerkennungsverfahren zur Prüfung von teer-/pechbelasteten Straßenausbaustoffe sind:

– Geruchsprüfungen

– Teerschnellerkennungspistole

– Teerschnellerkennungslampe

– Lacksprühverfahren mit Weißlack

Letzteres wird bevorzugt eingesetzt, dient dabei aber lediglich zu einer groben Orientierung!

Eine eindeutige Identifikation teer-/pechhaltigen Materials und eine Quantifizierung des Schadstoffgehaltes ist durch diese Verfahren insgesamt nicht möglich.

Bei unklaren Ergebnissen ist der PAK-Gehalt nach EPA ( Environmental Protection Agency, amerik. Pendant zur deutschen Umweltschutzbehörde) im Feststoff……anhand von Bohrkernen bzw. Ausbaumaterial zu bestimmen.

Bei einer Verfärbung während der Anwendung des Lacksprühverfahren mit Weißlack ist nur eine Aussage dahingehend möglich, dass teer-/pechtypischen Bestandteilen vorhanden sind.

Tritt keine Verfärbung auf, kann man nicht davon ausgehen, dass keine teer-/pechtypischen Bestandteile vorhanden sind. (gelesen in einem Schreiben des LBV-SH 2018)

Wie überaus beruhigend!

Viele PAK gelangen durch Verbrennungsprozesse in die Atmosphäre und verteilen sich dadurch weiträumig.

PAK in der Luft

,,Als Marker für PAK in der Luft dient Benzo[a]pyren, für das ein Zielwert von 1 Nano-gramm/m3 gilt.

2013 kam es in mindestens 13 EU-Ländern zu Zielwertüberschreitungen.

Um den PAK-Gehalt von Produkten zu bestimmen, messen Chemiker und Chemikerinnen meist die Summe von 16 Verbindungen.

Benzo[a]pyren dient dabei als Leitsubstanz, d. h. es wird stellvertretend für alle anderen PAK betrachtet. Die Fachleute sprechen hierbei von PBT-Stoffen (Persistente, Bioakkumulierende und Toxische Stoffe). Werden solche Chemikalien freigesetzt, können sie wegen ihrer Eigenschaften nicht mehr aus der Umwelt entfernt werden. Im Gegenteil: Sie reichern sich an und können dabei Pflanzen, Tiere und letztendlich den Menschen schädigen.

PAK binden an Staub- oder Rußpartikel und gelangen so auch in die Atmosphäre. Dort können sie wegen ihrer Langlebigkeit über weite Strecken transportiert werden.

Durch Regen, Nebel oder Schnee gelangen die PAK-haltigen Stäube wieder zur Erdoberfläche, lagern sich auf dem Boden und auf Pflanzen ab oder gelangen in das Oberflächenwasser. (aus einer Publikation des Umweltbundesamt)

Auch diese Ausagen stimmen einen nicht froh!

Sollte es daher nicht das Bestreben eines Asphaltmischwerkes sein, alles zu tun, um die Emissionen und Imissionen von PAK durch den Einbau eines Filters oder Katalysator zu verhindern und die Gesundheit der Wahlstedter Bürger nicht weiter zu gefährden?

Ist der Profit wichtiger als die allgemeine Gesundheit? Der Einbau eines funktionierenden Filters oder Katalysators wäre doch mal ein Zeichen des guten Willens!

Zur Info:

PAK: Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe

Emissionen bedeutet „Ausstoß“, im Allgemeinen die Aussendung von Störfaktoren in die Umwelt.

Immission bedeutet „Einwirkung“ von Störfaktoren aus der Umwelt auf den Mensch und die natürliche Umwelt.

Baggerkonzert mit Paukenschlag und Lokomotivenmotorenbegleitung

  • Könnten Sie diesen Lärm über Stunden ertragen?
  • Handy-Lärmapp-Messungen ergaben über 70Db, wobei die ,,Knall“-Spitzen noch gar nicht gemessen wurden.
  • Und wenn es mal nicht knallt, dann hat man das Getucker und alle 30 Sekunden Entlüftungsgezische der Diesellok als permanente Hintergrundberieselung.
  • Und? Könnten Sie das auf Dauer ertragen?

Und täglich grüßt das Asphaltmischwerk mit unerträglichem Gestank:

Morgens um acht, ist die Welt in Wahlstedt nicht mehr in Ordnung!

Wieder einmal:

Fenster zu beim Morgenkaffee! Denn was da morgens durch die Gärten zieht, sieht nicht nur beängstigend aus, es stinkt auch beängstigend schlimm! Was ist das nur für ein Gestank?

Wieder einmal:

habe ich Angst um meine und vor allen Dingen um die Gesundheit meiner Familie, meiner Kinder. Was ist da in der Luft außer dem Gestank?

Wieder einmal:

gibt es nichts schön zu reden! Das Asphaltmischwerk spuckt über den Schornstein dunkle Wolken aus, die erbärmlich stinken!

 Wieder einmal:

kein Wasserdampf, wie vom Betreiber des  Asphaltmischwerk behauptet.

Wieder einmal:

ist mir angst und bange!

Wieder einmal:

fühle ich mich mit meinen Sorgen von Stadtvertretern und Behörden allein gelassen.

Wieder einmal:

heißt es bei schönem Wetter tagsüber im Haus bleiben und Fenster und Türen geschlossen halten!

Wieder einmal:

erneutes Warten auf das Ende der Produktion im Asphaltmischwerk und hoffen, dass keine stinkenden Haufen nach Betriebsschluss auf dem Gelände vor sich hindampfen!

Wie lange noch?

Corda Jacobsen